Unser Dorf


Hier gibt es eine kleine Diashow zu unserem Dorf

Einst...

Claus Stamann recherchierte die Geschichte Wesselohs und schrieb sie ausführlich nieder. Danach ist die Entstehung unseres Dörfchens in den Siedlungsphasen des 7./8. Jahrhunderts anzunehmen. Ursprünglich eine einzelne Bauernstelle, erfolgte dann im 14./15. Jahrhundert die Teilung, aus der sich die drei später nachzuweisenden Vollhöfe entwickelten.

Es folgte eine sehr wechselhafte Geschichte unter vielen verschiedenen Herrschaften: Als Grenzort zwischen dem Fürstentum Lüneburg und dem Stift Verden gehörte Wesseloh zunächst zum Bistum und Stift Verden. Am Ende des 30jährigen Krieges geriet es dann mit unter die Herrschaft der schwedischen Krone. Nach verschiedenen kurzzeitigen Fremdbesetzungen wurde es schließlich dem Kurfürstentum Hannover zugeordnet. Dadurch erlebte das Dorf 1714 bis 1837 die Personalunion Hannovers mit England mit, und dann auch die Niederlage Hannovers im Konflikt der beiden deutschen Großmächte Preußen und Östereich im sog. Deutschen Krieg. Es war nun ein kleines Dorf im mächtigen Preußen, erlitt die Kriege 1864 bis 1871 und erlebte so auch die Gründung des Bismarckreiches.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich die soziale Struktur des Dorfes, da die ursprünglich vorherrschende Bauernschicht der Vollhöfe mit dem Niedergang dieser Höfe verschwand. Da auch die Neubauernhöfe noch von wirtschaftlicher Schwäche gezeichnet waren, gab es plötzlich viele Häuslings- und Landarbeiterfamilien, die praktisch ohne ausreichende Einkünfte waren.
Diese soziale Schwäche der Dorfbevölkerung wandelte sich nur langsam. Erst als etwa im letzten Drittel des 19. Jhs. einige Häuslingsstellen zu sog. Anbauernstellen wurden, im 20. Jahrhundert weitere Kleinbauern dazukamen und dann auch die Neubauern wirtschaftlich an Bedeutung gewannen, traten Änderungen ein.

Soweit die geschichtliche Kurzdarstellung. Wer mehr wissen möchte, findet eine ausführliche Dorfchronik in dem Buch »Wesseloh - Die Geschichte eines Dorfes« von Claus Stamann.

...und jetzt:

Bis heute hat sich Wesseloh seinen urigen Charakter bewahrt. Mit seinen weiten Wiesen-, Bruch- und Waldlandschaften sowie den Übergängen in die wasserreichen Wümmeniederungen ist es das grüne Heidedorf! Noch immer gibt es einige landwirtschaftliche Betriebe, aber nur noch wenige sind Vollerwerbshöfe. Die meisten werden als Nebenerwerbsbetrieb geführt. Viele der 584 Einwohner arbeiten als Pendler, zumeist in Hamburg. Außerdem gibt es ein paar Gewerbebetriebe in Wesseloh, so z. B. einen Tiefbaubetrieb, eine Firma für Internetdienste und - ganz frisch - einen Rolladen-, Markisen- und Sonnenschutz-Betrieb. Und dann sind da natürlich noch die Einrichtungen zur Versorgung der Dorfbewohner und der Urlaubsgäste: eine Tankstelle, eine Gastwirtschaft, ein Hof- und Dorfladen, ein Café + Restaurant.

Nachdem die Post vor einigen Jahren ihre Filiale in Wesseloh geschlossen hat, stellt nun der Postbote sozusagen einen rollenden Postschalter dar: Er bringt nicht nur die tägliche Post, man kann bei ihm auch Post abgeben oder mal Briefmarken kaufen.

Zur Schule gehen die Kinder in Schneverdingen, wohin sie der Schulbus bringt. Aber einen Spielkreis gibt es noch direkt in Wesseloh, im Dorfgemeinschaftshaus. Und auf dem Friedhofsgelände befindet sich eine kleine Kapelle, in der regelmäßg Gottedienste abgehalten werden.

Für die Freizeitgestaltung sind in Wesseloh in erster Linie drei Institutionen zuständig: die Freiwillige Feuerwehr, der Sport- und Heimatverein mit seinen vielen verschiedenen Sparten und die Dorfjugend. Letztere ist ein wichtiger Träger des Brauchtums: das Osterfeuer, das Pfingstbaumpflanzen (in 2007 ausgefallen!), das Feiern der 30. Geburtstage mit Fegen und Klinkenputzen und vor allem die Herbstfete werden von den jungen Leuten organisiert.

Und dann gibt es noch den Verein der "Pferdeköpfe": Hier haben sich die meisten Vermieter von Urlaubsdomizilen in Wesseloh zusammengetan, um den Ort für Urlaubsgäste noch attraktiver zu machen. Dazu gehören Maßnahmen wie das Aufstellen und die Instandhaltung von Sitzbänken an den Wegen, das Pflanzen von Blumenzwiebeln im ganzen Ort, die Durchführung von Fahrradtouren und die Pflege der Wesseloher Heide genauso wie die Veranstaltung von Backofenfesten.

Foto vom Bayernfest
                                                           
Foto vom Bayernfest
                                                           
Foto vom Bayernfest
                                                           

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Letzte Änderung: Sonntag, 09. November 2008, 11:57:05 +0100 (CET)
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